Bauwerksbuch Wien
Was bedeutet das Bauwerksbuch für Eigentümer:innen und Hausverwaltungen?
Das Bauwerksbuch ist ein von der Wiener Bauordnung gesetzlich vorgeschriebenes „Gebäudelogbuch“ für Immobilien in Wien. Es sollte den baulichen Zustand und die technische Sicherheit eines Gebäudes dokumentieren. Für Bestandsgebäude wird es schrittweise Pflicht.
Brauchen Sie Unterstützung bei der Erstellung eines Bauwerksbuches? Die Gründerzeithaus-Expert:innen von baukult helfen Ihnen dabei. Wer sich rechtzeitig darum kümmert, spart später Aufwand und Kosten. -> Jetzt Termin anfragen

Welche Fristen gibt es für das Bauwerksbuch?
Nicht jedes Gebäude ist gleich betroffen, entscheidend ist das Baujahr:
- Vor 1919: Bauwerksbuch bis spätestens Ende 2027
- 1919–1945: Bauwerksbuch bis spätestens Ende 2030
Gebäude unter 50 m² sind ausgenommen. Für alle anderen gilt in der Regel ein Bauwerksbuch pro Einlagezahl, mit gewissen Spielräumen bei zusammenhängenden Anlagen.
Was steckt hinter dem Bauwerksbuch?
Das Bauwerksbuch ist mehr als ein Dokument. Es ist die übersichtlich digitalisierte Geschichte eines Gebäudes, denn es enthält (in digitaler Form):
- behördliche Bescheide und Bewilligungen
- dokumentierte Überprüfungen und Prüfintervalle
- Ergebnisse der Zustandsbewertung
- festgestellte Mängel und empfohlene Maßnahmen
- laufende Änderungen und bauliche Entwicklungen
Kurz gesagt: Das Bauwerksbuch schafft Transparenz über den Zustand, die Sicherheit und die Entwicklung eines Gebäudes.
Wie komme ich zu einem Bauwerksbuch?
Die Erstellung beginnt im Gebäude selbst und führt über mehrere Schritte:
- Unterlagen beschaffen
Pläne, Akten und Bescheide müssen zusammengetragen werden. Oft sind sie verstreut oder unvollständig. - Begehung vor Ort
Dachboden, Keller und Innenbereiche werden systematisch erfasst und dokumentiert. Fotodokumentation und Drohnen kommen dabei häufig zum Einsatz. - Bewertung und Maßnahmenplan
Mängel werden erfasst und nach Dringlichkeit eingestuft. Daraus entsteht ein klarer Plan für notwendige Schritte. - Digitale Dokumentation
Alle Daten werden strukturiert aufbereitet und in die Bauwerksdatenbank überführt.
Wer hilft bei der Erstellung eines Bauwerksbuches?
In der Theorie klingt der Ablauf klar. In der Praxis scheitert es oft an Zeit, fehlenden Unterlagen oder schlicht an der Organisation.
Genau hier setzt baukult an. Wir begleiten Eigentümer:innen und Hausverwaltungen durch den gesamten Prozess. Von der Akteneinsicht über die Begehung bis zur fertigen, digitalen Dokumentation.
Was bringt mir das Bauwerksbuch?
Wenn ein Gebäude einmal vollständig erfasst ist, entsteht eine Grundlage für weitere mögliche Schritte, denn Pläne, Fotos, Befunde und Zustandsbewertungen liegen ja nun strukturiert vor.
Darauf baut baukult gezielt auf.
Drei Add-ons lassen sich direkt mitdenken und ohne doppelte Arbeit umsetzen:
- ÖNORM B1300: Sicherheit gleich mitprüfen
Im Zuge der Begehung lassen sich zentrale sicherheitsrelevante Themen direkt mitabdecken:
- Konsens- und Nutzungsüberprüfung
- Verglasungen
- Lüftungsanlagen
- brandschutztechnische Einrichtungen
Weitere Prüfungen können parallel erstellt werden, etwa Elektro, Gas, Aufzüge oder Rauchfang.
Die Kombination aus Bauwerksbuch und ÖNORM B1300 ist wiederum dienlich für weitere Maßnahmen.
- Machbarkeitsstudie: Potenziale sichtbar machen
Wenn ohnehin alle Daten vorliegen, stellt sich fast automatisch die nächste Frage: Was ist mit dem Gebäude künftig möglich?
Die Machbarkeitsstudie liefert Antworten, etwa zu:
- Umwidmungen und Nutzungsänderungen
- Aufzug, Balkone oder Dachausbau
- Alltagsfunktionen wie Müllräume oder Fahrradabstellplätze
- Begrünung und Freiräume
Ergänzt um Kosten, Zeitrahmen und Fördermöglichkeiten, entsteht eine fundierte Entscheidungsbasis für die nächsten Jahre.
- Sanierungskonzept: Der Schritt zur Umsetzung
Sanierungsplanung aus dem Hause baukult bedeutet: Aus dem schlichten Status wird eine gute Strategie für das Gebäude.
Auf Basis der erhobenen Daten und der Machbarkeitsstudie entsteht ein förderfähiges Sanierungskonzept für die Stadt Wien:
- klare Priorisierung von Maßnahmen
- Kosten- und Finanzierungsübersicht
- Zeitplan für kurzfristige und langfristige Schritte
- Konzepte für Energie, Dekarbonisierung und Gebäudetechnik
Ein Vorteil: Es sind keine neuen Grundlagenerhebungen nötig. Die vorhandenen Daten werden weiterverwendet. Zusätzlich können Förderungen von bis zu 5.000 Euro beantragt werden.
Zusammenfassung
Das Bauwerksbuch erscheint Ihnen vielleicht noch als lästige Pflicht. Mit der richtigen Herangehensweise wird es aber zur Grundlage für wichtige Entscheidungen über die Zukunft Ihres Gebäudes.
Mehr zum Wiener Bauwerksbuch
Details zum Ablauf und zu allen Leistungen finden Sie hier:
👉 https://baukult.at/bauwerksbuch-wien/


